Autobahntrasse Haag immer noch möglich
Im Rahmen ihrer Stippvisite im Wahlkreis 213 (Mühldorf/Altötting) besuchte die Finanzpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion Christine Scheel die Firma Schletter in Haag.
Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Fa. Schletter, die durch das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz), das unter Federführung der Grünen eingeführt wurde, einen regelrechten Boom erfährt, ging es mit Firmeninhaber Ludwig Schletter, Wahlkreiskandidat Peter Uldahl und Kreisvorstandsprecherin Cathrin Henke durch die fast energieautarken Werkshallen.
Mit einem Anteil von 70% ist der Bereich „Solar Montagesysteme“ das Standbein Nummer Eins, aber auch die Zulieferteile für den Waggonbau (z.B. Haltestangen in den ICEs) und Automobilherstellern sind wichtige Bereiche. Sogar im Berliner Reichstagsgebäude (Bundestag) sind Produkte der Fa. Schletter zu finden. So fand Christine Scheel es sehr interessant, dass das Rednerpult und ihr Tisch im Plenum aus Haag kommen.
Dass einfache Arbeiten nicht ausschließlich in Billiglohnländern möglich ist, zeigt sich den Werkshallen an der B12. Es spricht einiges dafür, solche Arbeiten vor Ort zu halten, so Schletter, man muss es nur richtig anpacken.
Bei einem gemeinsamen Mittagessen ging es dann in der politischen Diskussion zur Sache. Ludwig Schletter ist natürlich von den rot/grünen Gesetzen zur Umweltpolitik sehr angetan, doch was im Moment so entschieden wird belegt er gerne mit Kritik. Als konkrete Forderung an die Politik stellt er Planungssicherheit als oberstes Gebot.
Auch das Thema A94 sprach er an und es ist einfach unvorstellbar, dass so ein wichtiges Projekt nicht vorwärts kommt. Die Trasse Haag ist aber noch nicht ganz vom Tisch, zeigt uns der Hinweis von Ludwig Schletter, da er beim Neubau seines Betriebs vor zwei Jahren Abstandsflächen für eine mögliche Autobahn einhalten musste.
Christine Scheel erläuterte zum Schluss noch einmal, dass der Bund zwar das Geld gebe, aber die Priorität des Bauvorhabens immer die Landesregierung einstuft. Hier wäre es wichtig, gemeinsam, über Parteigrenzen hinweg, an einem Strang zu ziehen. Dass so etwas möglich ist, hat sie selbst in ihrer unterfränkischen Heimat schon erlebt.




