Kernthemen Soziales Miteinander Ziele

6. Soziales Miteinander

Mit barrierefreien, generationenübergreifenden Wohnprojekten schaffen wir bezahlbaren Wohnraum für alle. Für Pflegebedürftige richten wir unabhängige Beratungsstellen ein und sorgen für ausreichend Pflegefachkräfte. Wir investieren in gute Bildung und individuelle Förderung junger Menschen. Mit einem Frauenhaus schützen wir Frauen und Kinder vor Gewalt. Die Integration von Geflüchteten unterstützen wir ebenso wie ehrenamtliches Engagement.

Gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung sind wichtige Pfeiler unserer Gesellschaft. Deshalb wollen wir mit einem sinnvollen Gesamtkonzept Armut und soziale Spaltung bekämpfen, Chancengleichheit für Frauen und Männer erreichen und Kinder, Familien und Senioren besonders unterstützen.

Kerstin Daser (Obertaufkirchen) & Janina Huber (Heldenstein)

Gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung sind die Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Nur gemeinsam sind wir stark. Gerade in Zeiten der Globalisierung, des immer schneller voranschreitenden Wachstums und des digitalen Fortschritts sind Solidarität und Zusammenhalt unverzichtbar, damit niemand abgehängt wird.

Auch im Landkreis Mühldorf leben Menschen in Armut oder sind davon bedroht. Die soziale Schere geht immer weiter auseinander. Zukunftsängste sind keine Basis für ein lebenswertes Miteinander. Deswegen setzen wir uns entschieden gegen Armut und soziale Spaltung ein. Ein wichtiger Baustein dafür ist bezahlbarer Wohnraum für alle. Gerade durch die Fertigstellung der A94 ist mit einer Verknappung von Wohnraum und weiter stark steigenden Mieten zu rechnen.

Besonders betroffen sind hiervon Menschen mit geringem Einkommen, Rentner*innen, Familien und Alleinerziehende. Um dem entgegenzuwirken, setzen wir auf die Förderung von barrierefreien, generationenübergreifenden Wohnprojekten. Dadurch wird nicht nur Wohnraum geschaffen, sondern das Zusammenleben und die gegenseitige Unterstützung von älteren Menschen und jungen Familien ermöglicht. Auch die Verknüpfung von professioneller Pflege und bürgerschaftlichem Engagement kann so gefördert werden.  

Denn: Der Pflegenotstand geht uns alle an! Die Zahl der Älteren wird auch im Landkreis Mühldorf weiter ansteigen, wodurch der Bedarf an Pflegefachkräften und Pflegeplätzen ebenfalls wächst. Um für ausreichend Pflegekräfte zu sorgen, müssen wir Fachkräfte gewinnen und im Landkreis halten. Dazu benötigt es insbesondere die Vereinbarkeit von Arbeit und Beruf, aber auch Weiterbildungsangebote wie den Studiengang Pflege der TU Rosenheim am bisherigen Campus Mühldorf.

Zusätzlich möchten wir eine unabhängige Beratungsstelle für Pflegebedürftige einrichten. Auch häuslich Pflegende müssen entlastet werden, beispielsweise durch mehr Kurzzeitpflegeplätze, die Stärkung ambulanter Pflegedienste, bessere Unterstützungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Angehörige von Pflegebedürftigen sowie eine angemessene Förderung. Zudem muss die Teilhabe der Pflegebedürftigen am gesellschaftlichen Leben im Mittelpunkt stehen.  

Kinder sind unsere Zukunft und jedes von ihnen hat das Recht auf Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Leider sieht die Realität oft anders aus. Das wollen wir ändern! Wir setzen auf familienfreundliche Kommunen mit guten Freizeit- und Bildungsangeboten. Dazu bedarf es flexibler und qualitativ hochwertiger Kinderbetreuungsangebote, die wir bspw. durch Weiterbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher stärken wollen.  

Zudem sollte der Ausbau offener Ganztagsangebote an Schulen intensiviert werden, insbesondere am Sonderpädagogischen Förderzentrum Joseph-von-Eichendorff-Schule in Waldkraiburg müssen zeitnah die notwendigen Räumlichkeiten bereit gestellt werden. Auch die Jugendsozialarbeit an Schulen wollen wir erweitern. Für erfolgreiches Lernen ist zudem eine attraktive Umgebung wichtig: unser Ziel sind Schulen in baulich gutem Zustand, deren Ausstattung den Herausforderungen der individuellen Förderung sowie der Digitalisierung gerecht wird.

Im Bereich der Jugendhilfe, des Kinderschutzes und der Familienberatung setzen wir uns für eine angemessene Personalausstattung im Jugendamt und bei den freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe ein. Immer noch werden vor allem Frauen Opfer häuslicher Gewalt. Um eine schnelle Hilfe zu ermöglichen, wollen wir ein eigenes Frauenhaus im Landkreis einrichten. Es ist uns wichtig, allen Menschen in Problemsituationen und Krisen Hilfe zu ermöglichen.

Im Fokus unserer familien- und bildungspolitischen Maßnahmen steht dabei immer die sinnvolle und bedarfsgerechte Verwendung finanzieller Mittel.   Wir verstehen Vielfalt als Bereicherung und sehen Menschen, die neu zu uns in den Landkreis kommen, als Teil unserer Gesellschaft. Grundlage für ein friedliches Miteinander und gelingende Integration sind gegenseitiger Respekt, Gleichberechtigung und Chancengleichheit.

Geflüchtete und zugewanderte Menschen brauchen von Anfang an Zugang zu Sprach- und Integrationskursen, um schnellstmöglich am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Besonders fördern wollen wir dabei Frauen und Kinder. Zudem setzen wir uns dafür ein, dass Kindergärten, Kitas und Schulen bei ihrer Integrationsaufgabe besser unterstützt werden. Auch hierfür ist eine engere Verzahnung mit der Kinder- und Jugendhilfe sowie eine Erweiterung der Jugendsozialarbeit an Schulen unerlässlich.

Großen Anteil an gelingender Integration haben, wie auch in vielen anderen Bereichen unseres täglichen Lebens, die vielen ehrenamtlichen Helfer*innen. Deswegen möchten wir das Ehrenamt stärken und die Leistung der Freiwilligen auch finanziell honorieren, bspw. durch finanzielle Unterstützung kleinerer Projekte und Vereine, in denen viele Ehrenamtliche tätig sind.  

Wir Grüne stehen für Humanität und Solidarität. Wir wollen unseren Landkreis weiterentwickeln und ökologischer und sozialer machen.

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