Stadt Waldkraiburg

Unser Wahlprogramm für Waldkraiburg

Sichere Fahrradwege in der ganzen Stadt

Waldkraiburg ist eine Stadt mit vielen Menschen, die regelmäßig Fahrrad fahren – im Alltag, zur Arbeit oder in der Freizeit. Gleichzeitig ist es eine Stadt mit viel zu wenigen sicheren Fahrradwegen. An vielen Stellen gibt es gefährliche Engstellen, unübersichtliche Verkehrsführungen und Strecken, auf denen Radfahrende aus Angst vor dem Autoverkehr auf den Gehweg ausweichen müssen. Das ist weder sicher noch zeitgemäß und muss sich ändern.

Ein Radwegekonzept liegt dem Stadtrat bereits vor, wird jedoch bislang nicht konsequent umgesetzt. Trotz finanziell schwieriger Lage zeigt sich: Das Fahrrad hatte im bisherigen Stadtrat keine echte Priorität. Mit einer starken grünen Fraktion wollen wir das ändern und die konsequente Umsetzung des bestehenden Konzepts einfordern – für mehr Sicherheit und eine lebenswerte Stadt.


Mehr Ladesäulen bauen und fördern

Die Elektromobilität entwickelt sich rasant, und als Stadt dürfen wir den Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht verschlafen. Wenn Waldkraiburg zukunftsfähig, sauber und klimafreundlich bleiben will, muss die Stadt die E-Mobilität deutlich ernster nehmen. Der Verkehr wird sich auch in den kommenden Jahren weiter elektrifizieren – darauf müssen wir vorbereitet sein.

Deshalb müssen bei Bauprojekten und Bebauungsplänen verbindliche Vorgaben gemacht werden. Auf Parkplätzen und in Tiefgaragen sollen E-Ladesäulen von Beginn an mitgeplant und privatwirtschaftlich errichtet werden. So schaffen wir die Voraussetzungen für eine nachhaltige Mobilität für alle.


Barrierefreiheit konsequent umsetzen

In Waldkraiburg leben viele Menschen mit körperlichen Einschränkungen, ebenso ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen oder Personen mit temporären Mobilitätseinschränkungen. Als Stadtpolitik ist es unsere Aufgabe, diese Menschen mitzudenken und nicht zu übersehen.

Barrierefreiheit muss deshalb bei jedem Bauvorhaben und in der Verkehrsplanung von Anfang an geprüft und berücksichtigt werden. Straßen, Wege und Gebäude müssen so gestaltet sein, dass sie für alle nutzbar sind – und nicht erst im Nachhinein aufwendig angepasst werden müssen. Barrierefreiheit ist keine Zusatzleistung, sondern Teil einer gerechten Stadt.

Natur in der Stadt erhalten

Wir setzen uns konsequent für den Schutz unserer Natur ein. Gerade in Waldkraiburg ist der Wald ein zentraler Naherholungsraum und ein echtes Alleinstellungsmerkmal unserer Stadt. Er bietet Lebensqualität, Erholung und ist zugleich ein wichtiger Bestandteil des lokalen Klimaschutzes.

Deshalb wollen wir unnötige Rodungen konsequent stoppen. Eine zentrale Möglichkeit für die Kommune, den Baumbestand zu schützen, ist der Erlass einer Baumschutzverordnung. Sie schafft klare Regeln und hilft, unsere natürlichen Ressourcen langfristig zu erhalten.


Schatten pflanzen, Hitze stoppen

Bäume sind ein wirksamer Schutz gegen Hitze. Es ist wissenschaftlich belegt, dass sich Städte mit vielen Bäumen und Grünflächen deutlich weniger aufheizen. Gerade angesichts zunehmender und längerer Hitzeperioden können Bäume zu echten Lebensrettern werden.

Deshalb müssen begrünte Flächen fester Bestandteil der Stadtentwicklung sein. Wir wollen mehr Bäume pflanzen, bestehende erhalten und dem Thema Stadtgrün einen deutlich höheren Stellenwert einräumen – für ein gesundes Stadtklima und mehr Lebensqualität.

Vereine stärken, Sportstätten sanieren

Ehrenamt und insbesondere der Sport sind das Rückgrat unserer Stadtgesellschaft. Vereine leisten wertvolle Arbeit für Gemeinschaft, Integration und Gesundheit. Als Stadtpolitik ist es unsere Aufgabe, mit ihnen auf Augenhöhe zu kommunizieren und sie aktiv in Entscheidungsprozesse einzubinden.

Gerade in finanziell schwierigen Zeiten müssen Vereine mit am Tisch sitzen. Nur gemeinsam können wir Prioritäten setzen, Sportstätten erhalten und unsere freiwilligen Aufgaben effizient und sinnvoll gestalten.


Kostenfreie Sportflächen attraktiv halten

Unsere Sportstätten sind mehr als Orte für Leistungssport – sie sind Treffpunkte für Jung und Alt, Orte der Begegnung und des sozialen Miteinanders. Der Breitensport spielt dabei eine zentrale Rolle und leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration.

Gerade weil vieles teurer wird, ist es wichtig, kostenfreie oder kostengünstige Sportangebote zu erhalten – insbesondere für Kinder und Jugendliche. Wir wollen Wege finden, diese Angebote langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.

Das Haus der Kultur als Alleinstellungsmerkmal nutzen

Das Haus der Kultur ist ein einzigartiger Ort: modern, vielseitig nutzbar und ein wichtiger kultureller Anker für Waldkraiburg und die Region. Gleichzeitig bleibt sein Potenzial bislang ungenutzt – es steht zu oft leer und wird seinem Anspruch nicht gerecht.

Wir brauchen wieder mehr hochkarätige Theater- und Konzertveranstaltungen, die die technischen Möglichkeiten der Bühne nutzen und damit ein Programm mit Alleinstellungscharakter bieten. Denn allein Waldkraiburg verfügt in der Region über diese Voraussetzungen. Eine kluge Kooperation mit einem festen Theaterensemble könnte ein Weg sein.

Gleichzeitig wollen wir, dass das Haus auch tagsüber stärker frequentiert wird. Dies gilt insbesondere für die Nebenräume. Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, um lokalen Kulturgruppen, Vereinen und Interessensverbänden eine bezahlbare Nutzung zu ermöglichen.

Lokale und regionale Kultur stärken  Waldkraiburg verfügt über eine vielfältige und engagierte Kulturszene. Die lokalen und regionalen Gruppen leisten einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Identität der Stadt. Dieses Engagement wollen wir fördern. Die Stadt kann den Rahmen schaffen für Projekte, in denen verschiedene Gruppen, auch Amateure mit Profis zusammenwirken können.


Jugendkulturprojekte fördern

Jugend und Kultur passen zusammen – wenn man ihnen Raum gibt. Als Schulstandort bietet Waldkraiburg großes Potenzial für Kooperationen zwischen Schulen, Vereinen und Kulturschaffenden.

Wir wollen mehr Jugendkulturprojekte initiieren, die jungen Menschen ermöglichen, ihre eigenen Interessen, Ideen und Kunstformen sichtbar zu machen. Die Stadt soll dabei Impulse geben und Netzwerke schaffen, die Jugendliche aktiv einbinden.

Industrie zukunftsfähig begleiten

Die Industrie ist ein zentraler Pfeiler unserer Stadt: Sie sichert Arbeitsplätze, trägt zur Finanzierung der Kommune bei und unterstützt Vereine sowie soziale Projekte. Eine enge und wertschätzende Zusammenarbeit ist daher unerlässlich.

Da Flächen im Industriegebiet knapp sind, müssen wir unsere Unternehmen aktiv unterstützen und ihnen keine unnötigen Hürden in den Weg legen. Gleichzeitig steht die Industrie vor großen Herausforderungen durch den Wandel hin zur Klimaneutralität. Die Stadt muss diesen Prozess begleitend unterstützen, zuhören und auf Landes- und Bundesebene für gute Rahmenbedingungen eintreten – zum Erhalt von Arbeitsplätzen und Wettbewerbsfähigkeit.


Innenstadt neu denken

Die klassische Innenstadt, wie wir sie kennen, steht bundesweit unter Druck – auch in Waldkraiburg. Der zunehmende Onlinehandel zeigt: Innenstädte dürfen nicht allein auf Konsum ausgerichtet sein.

Wir brauchen einen Richtungswechsel hin zu einer Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität. Verkehrsberuhigung, mehr Platz für Cafés, Außengastronomie, Begegnung, Ruhe und Sicherheit sind entscheidend. So wird die Innenstadt wieder ein Ort, an dem sich Menschen gerne aufhalten – auch Kinder und Jugendliche.


Gute Kitas und Schulen

Waldkraiburg ist der größte Schulstandort im Landkreis und verfügt über ein breites Angebot an Kitas und Bildungseinrichtungen. Das macht die Stadt zu einem wichtigen Bildungsstandort mit großer Verantwortung.

In den kommenden Jahren wird insbesondere die Zukunft der Mittelschule Franz-Liszt im Fokus stehen. Unabhängig davon, ob es zu einer Zusammenlegung kommt oder zwei Standorte erhalten bleiben: Die Planung einer neuen Mittelschule muss von Anfang an partizipativ erfolgen. Schülerinnen und Schüler sollen mitentscheiden können, wie ihre Schule gestaltet wird – auch über den Klassenraum hinaus.

Passenden Wohnraum ermöglichen

Die Haushaltsstrukturen verändern sich – auch in Waldkraiburg. Familien werden kleiner, Single-Haushalte nehmen zu. Diese Realität muss in der Stadtentwicklung berücksichtigt werden.

Es reicht nicht aus, nur günstigen Wohnraum zu schaffen. Wohnungen müssen auch bedarfsgerecht, attraktiv und vielfältig sein, damit sie langfristig genutzt werden und unterschiedliche Lebensmodelle abbilden.


Soziales Wohnen mitdenken

Bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale soziale Frage in Waldkraiburg. Steigende Mieten treffen besonders Familien, Alleinerziehende, Auszubildende und ältere Menschen. Sozialbauwohnungen sorgen dafür, dass Menschen mit unterschiedlichen Einkommen in unserer Stadt bleiben können.

Als Kommune dürfen wir Wohnen nicht allein dem Markt überlassen. Deshalb setzen wir auf verbindliche Sozialquoten in Bebauungsplänen und sichern Belegungsrechte, um gezielt Menschen zu unterstützen, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind.


Alle Ortsteile bei der Wärmeplanung mitdenken

Die kommunale Wärmeplanung ist für Waldkraiburg eine große Chance, insbesondere durch die gute Umsetzbarkeit von Geothermie. Gleichzeitig dürfen die Ortsteile nicht aus dem Blick geraten, da ein Anschluss dort oft teurer oder kurzfristig nicht möglich sein wird.

Gerade in den kommenden Jahren brauchen die Ortsteile verlässliche Übergangslösungen und klare Perspektiven. Wärmeplanung muss die gesamte Stadt im Blick haben und darf keine Zwei-Klassen-Lösung schaffen.

Offen informieren und zur Mitwirkung einladen

Eine lebendige Demokratie lebt von offener Kommunikation und echter Beteiligung. In den vergangenen Jahren wurden Bürgerinnen und Bürger häufig erst informiert, wenn Entscheidungen bereits getroffen waren.

Wir wollen Entscheidungsprozesse früher öffnen und den Dialog auf Augenhöhe mit Betroffenen, Vereinen und Interessensverbänden suchen. Gute Ideen entstehen nicht nur im Stadtrat, sondern in der gesamten Stadtgesellschaft – dieses Potenzial wollen wir nutzen.


Alle Menschen in Waldkraiburg einbeziehen

Partizipation darf sich nicht nur an diejenigen richten, die ohnehin leicht Zugang zur Politik haben. Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Waldkraiburg braucht es neue, niedrigschwellige und mehrsprachige Beteiligungsangebote.

Unser Ziel ist es, demokratische Prozesse für alle Menschen erlebbar und zugänglich zu machen – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Lebensrealität.


Unsere Liste für den Stadtrat Waldkraiburg

  1. Christoph Arz
  2. Monika Rudolf
  3. Hans Grundner
  4. Petra Steindl
  5. Bastian Seitz
  6. Christine Schwarzhuber
  7. Dr. Jochen Bühler
  8. Anette Wienes
  9. Jakob Leibel
  10. Stefan Arz
  11. Hartmuth Lang