Anträge Anträge aus Gars Umwelt- und Artenschutz

Antrag Pestizidfreie Kommune Gars

Der Marktgemeinderat Gars am Inn beantragt beim Bund für Umwelt-und Naturschutz Deutschland (BUND) die Aufnahmeder Gemeinde Gars am Innin die Liste der „Pestizidfreien Kommunen“.

Der Gemeinderat definiert dabei selbst die Kriterien und die einzuleitendenMaßnahmen.

Empfohlene Kriterien des BUND (in Absprache mit den Umweltreferenten ausgewählt):

  • Verzicht auf Pestizideinsatz auf kommunalen Flächen, z.B.: Wege,Straßen, Friedhöfe, Grünflächen (bereits laufende Maßnahme)
  • Information und Beratung der Bürgerinnen und Bürger zum Verzicht auf Pestizideinsatz in Privatgärten
  • Anlegen von Blühflächen und Rückzugsorten für Insekten und Kleintiere (bereitsmit dem Landschaftspflegeverband in Planung)
  • Pestizidverzicht auch bei kommunalen Aufträgen an externe Firmen

Begründung:

Zahlreiche Studien belegen einen erschreckendenRückgang der Insektenpopulation in den letzten 30 Jahren. Es wird dabei eine Dezimierung um 70-75% beschrieben. Die Max-Plank-Gesellschaft spricht sogar von 80% Rückgang der Biomassebei Insekten. Der Pestizideinsatz (auch auf kommunalen Flächen und in Privatgärten) und das Fehlen von Nahrungsquellen und Rückzugsmöglichkeiten werden u.a. als Ursachen des dramatischen Rückgangs beschrieben. Auch auf eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Bevölkerungim direkten Umfeld des Gifteinsatzes wird immer wiederhingewiesen.

Die Kommunen sind nach Art. 1 BayNatSchG zum Schutz der Natur und der Arten verpflichtet. Außerdem übernehmen sie eine wichtige Vorbildfunktion den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber.

Der Antrag und damit die Aufnahme der Marktgemeinde Gars am Inn in das BUND-Konzept „Pestizidfreie Kommune“ soll erstens die schon eingeleiteten Maßnahmen der Gemeinde in Richtung Artenschutz und giftfreies Wirtschaften öffentlich darstellen und betonen. Zweitens soll es auch eine Ermunterung für die Bürgerinnen und Bürger sein, sich in dieser Hinsicht zu beteiligen und sich zu engagieren.

Folgende Kommunen unserer Gegend beteiligen sich bereits an diesem Konzept, z.B.: Dorfen, Ebersberg, Bad Aibling, Stephanskirchen bei Rosenheim, Burgkirchen, Bernau